Schreiben. Niemand hören, weder die eigene Stimme noch eine andere. Wenn die Kraft weg ist, das Schweigen zu durchbrechen, das mein Problem umgibt. Von dem Loch schreiben, aus dem alleine kein Entkommen ist. Von der Angst, die einen auffrisst. Und zwischendurch weinen können, ohne dass es jemand hört oder sieht.
Auf eine Antwort warten, die sagt: „Ihre Nachricht ist angekommen. Ich habe darüber nachgedacht. Mir ist etwas eingefallen dazu.”   Dann mehr schreiben.

Sie denken sich einen Phantasienamen und ein Passwort aus, melden sich an und schreiben los. So wie es kommt. Alles bleibt vertraulich und wird später wieder gelöscht. Am Anfang kann die Antwort 2-3 Tage dauern.

Hier eine E-Mail schreiben:

  

Wir sind eine der 35 TelefonSeelsorge-Stellen in Deutschland, die sich Zeit für E-Mails nehmen. Das bundesweit gemeinsame Postfach wird täglich geleert.
6.800 Menschen nutzen jährlich dieses Angebot, Tendenz steigend. Sie erwarten keine Fachberatung, aber Anteilnahme und ehrliches Mitdenken.